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www.BioBotanik.de |
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| ● BioBotanik |
| BioBotanik - Bildung und Wissen |
| von Mike Burkhardt |
Ein Spaziergang durch den Wald oder selbst ein kleiner Park kann für den aufmerksamen Wanderer immer eine lehrreiche Begegnung mit den Schönheiten der Natur sein. Der Kreislauf des Lebens im stetigen Wechsel mit den Jahreszeiten bietet in Flora und Fauna ein immer wiederkehrendes, aber in erster Linie immer wieder neues Erlebnis mit den Planzen und Tieren unserer Erde. Nur scheinbar ist bei einer wiederholten Wanderung durch Wald und Wiese noch vieles wie beim letzten Mal. Zwar wird der eine oder andere Baum sich sicherlich noch am selben Platz befinden, doch mit ein wenig Lust auf das Entdecken der Natur öffnet sich beim genaueren Hinsehen schnell eine Welt, welcher voller faszinierender Geheimnisse steckt.
BioBotanik gibt unterhaltsame Einblicke in die Welt der Natur. Beiträge aus vielen Themen-Bereichen der Biologie sollen Lust auf eigene Entdeckungen unserer Umwelt machen. Aber auch wissenswerte Zusammenhänge mit den anderen Naturwissenschaften und deren Zusammenhänge kommen zu Wort. So wird die nächste Wanderung vielleicht zu etwas mehr als nur ein schöner Spaziergang an der frischen Luft. |
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| BioBotanik - Reise und Natur |
| Die Malediven - ein gefährdetes Paradies im indischen Ozean |
Das Menschen im Umgang mit Paradiesen nur selten ein glückliches Händchen hatten, ist vielen aus einer Schrift namens "Bibel" bekannt. Hier führte der "Sündenfall" zur Vetreibung der Menschen aus dem "Garten Eden", den moderne Touristen in heutigen Tagen auch in den Atollen der Malediven zu erkennen glauben. Das einer der herrlichsten Flecken dieser Erde in der Gunst erholungssuchender Mitteleuropäer ganz weit oben auf der Wunschliste beliebter Reiseziele steht, ist kein Zufall. Es gibt so gut wie alles, was ein ordentliches Paradies zu haben hat. Ein türkis-blaues Meer, immer schönes Wetter, Inseln mit Palmen und feinem weißen Sand. Aber auch fazinierende Abenteuer, die mit der digitalen Kamera dokumentiert und zuhause den staunenden Freunden und Bekannten präsentiert werden können, sind ein wichtiges Zubehör für das perfekte Paradies. Auch mit diesem Parameter können die Malediven gut punkten, denn der wohl allergrößte Reichtum jener fernen Inselwelt ist die unglaubliche Schönheit ihrer Natur und im speziellen der fantastischen Unterwasserwelt.
Die südwestlich von Indien liegenden 19 Inselgruppen, die sich in ihrer nord-südlichen Ausdehnung bis über den Äquator hin erstrecken, bilden aus 26 Atollen und deren Koralltenriffe ein hochsensibles Ökosystem, das in den vergangenen Jahren deutlich sichtbar unter den Problemen des weltweiten und vom Menschen verursachten Klimawandel zu leiden hat. Zwar sind die meisten Schädigungen an den Korallenriffen für den normalen Touristen nicht immer sofort erkennbar, aber wer sich ein wenig mehr mit der Biologie des Ortes beschäftigt, wird schnell erkennen, dass die Unterwasserwelt der Malediven in großer Gefahr ist.
Reisetipp: Wer eine Reise durch den Südwesten der USA bucht, sollte unbedingt darauf achten, dass in der Auswahl der zu besuchenden Nationalparks auch ein Abstechen in das "Yosemite Valley" mit enthalten ist. |
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| BioBotanik - Reise und Natur |
| Wunder der Natur - Der Yosemite-Nationalpark in den USA |
Er gehört seit 1984 zum UNESCO-Weltnaturerbe, ist die Heimat zahlreicher Pflanzen und Tiere und wird umrahmt von gewaltigen Granit-Felsen, welche den Rahmen für ein Gesamtkunstwerk der Natur von unglaublicher Schönheit bilden. Weltbekannt sind die gewaltigen Mammutbäume, die durch ihre Ausmaße und natürlich auch durch ihr mögliches Alter die Besucher immer wieder beeindrucken. So kann ein Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) über 90 Meter groß werden mit einem Stammdurchmesser von 3 bis 6 Meter haben. Einige besonders alte Riesenmammutbäume sind um die 2500 Jahre alt , manche Exemplare werden noch wesentlich älter geschätzt.
Natürlich sind nicht alle Bäume im Yosemite-Nationalpark so alt und bei weitem auch nicht so groß. Wer im Yosemite Valley auf Erkundungs-Tour geht, wird die eingebauten Superlativen der Natur meist erst auf den zweiten Blick entdecken. Felsmassive wie der "Half Dome" (siehe Foto) mit 1450 Metern oder "El Capitan" mit 900 Metern lassen ihre Größe auf den Postkartenmotiven oft nur erahnen.
Der höchste Wasserfall Nordamerikas und gleichzeitig einer der höchsten Wasserfälle der Welt hat ebenfalls im Yosemite Valley seine Heimat. Die gewaltigen "Yosemite Falls" mit einer Gesamthöhe von 739 Metern sind allerdings in Jahren mit wenig Schneefall im Spätsommer "Außer Betrieb". Trotz Wassermangel sind jedoch an den Felswänden die Auswirkungen der flüssigen Naturgewalten sehr deutlich zu erkennen.
Aber nicht nur Biologen kommen bei einem Besuch in Yosemite Valley voll auf ihre Kosten. Der Park ist Ziel zahlreicher Naturfreunde aus aller Welt. Rund 3 Millionen Besucher zählt die Parkverwaltung alljährlich. Viel sind neben der Natur auch an der Kultur interessiert, die in den zentralen Bereichen im Park allgegenwärtig ist. Eine erste menschliche Besiedlung vor rund 4000 Jahren gilt als erwiesen. Die "Ahwahnechee-Indianer" lebten lange vor dem Eintreffen der ersten weißen Siedler im Yosemite Valley. Viele Infos zur Geschichte bietet unter anderem das Yosemite-Valley-Besucherzentrum.
Reisetipp: Wer eine Reise durch den Südwesten der USA bucht, sollte unbedingt darauf achten, dass in der Auswahl der zu besuchenden Nationalparks auch ein Abstechen in das "Yosemite Valley" mit enthalten ist. |
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| BioBotanik - Bildung und Wissen |
| Solanum tuberosum - Die vielfältige Knolle der Kartoffel |
Kaum jemand käme heute auf die Idee, sich eine Kartoffelpflanze allein zur Zierde in den heimischen Garten stellen zu wollen. Aber exakt das war in botanischen Gärten Ende des 16. Jahrhunderts der Fall, zumindest in Europa. Es dauerte noch einen Moment, bis man auf die Knollen der Wurzeln oder besser auf deren Geschmack kam. In Deutschland sollen erste Speise-Kartoffeln im Laufe der Regierungszeit von Ferdinand III. in Oberfranken um 1647 angebaut worden sein, ein erstes Kochbuch mit Rezepten des Benediktinerabtes Caspar Plautz erschien bereits 1621 in Österreich. Ab 1716 steigen die Sachsen mit großflächigem Anbau ins Kartoffelgeschäft ein.
Auch wenn die Kartoffel in unseren Breiten in großer Vielfalt gedeiht, kennen die meisten Verbraucher nur einen Bruchteil der Fülle an Solanum tuberosum. Genau genommen ist nach "Linda" und "Sieglinde" das Repertoire der häufigen Gebrauchsknollen vieler Hausfrauen bereits erschöpft und der Unterschied von anderen Sorten aus dem Supermarkt werden nicht selten auf die Kochtypen A = festkochend und B = vorwiegend festkochende Speisekartoffeln reduziert. Primär findet natürlich auch der oft günstige Preis der gemeinen Speisekartoffel Einfluss auf die Wahl der gewünschten Knolle.
Oftmals ist es aber auch die Unkenntnis über die große Vielfalt der Kartoffel, die weltweit in rund 5000 Sorten in Erscheinung tritt. Davon sind allein 3800 in den Anden kultivierte zuzüglich 100 wilder Sorten in einer Gendatenbank des internationalen Kartoffelinstitut im peruanischen Lima zu finden.
In den deutschen Supermärken sind neben den gebräuchlichen Sorten, die in der Regel auch hier in Deutschland kultiviert werden können, nur eine relativ kleine Auswahl an Varianten der Kartoffeln zu finden. Doch auch nicht jeder Obst- und Gemüsehändler führt diverse Exoten in seinem Angebot. Das ist auch durchaus verständlich, denn die etwas anderen Sorten von Solanum tuberosum sind nicht nur im Preis ein wenig abgehoben von der Masse der Anderen, sondern in einigen Fällen ganz erheblich von einem Bild, wie eine Kartoffel für den allgemeinen Verbraucher auszusehen hat.
Die gewöhnliche Kartoffel ist von außen braun-gelb-schmutzig, von innen gelb und schmeckt gekocht nach Kartoffel. So könnte man ein durchschnittliches Endverbraucher-Fazit definieren. Das aber einige ausgefallene Exemplare nicht nur durch einen ganz besonderen Geschmack auffallen, haben viele oft nur irgendwo mal gehört oder gesehen aber meistens noch nie selber gegessen.
Kartoffeln sind immer gelb oder vielleicht noch rotbraun wie die teuren aus dem Supermarkt aber eben nicht BLAU. Blaue Kartoffeln, wer isst denn sowas?
● Mit Hilfe eines Eisenacher Fachgeschäftes für "Obst und Gemüse" soll zu Beginn des Jahres 2012 eine Antwort darauf gefunden werden, ob die farbigen Exoten nicht nur im Erscheinungsbild ungewöhnlich sind. Die Testergebnisse sind in Folge auf diesen Seiten zu finden.
Mehr zu diesem Thema: ► Klick hier |
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| Citrus reticulata - Mandarine mit dem eingebauten Feuerwerk |
Ob der Mandarin im alten China, wo Mandarinen bereits vor mehr als 2000 Jahren kultiviert wurden, besonders gern gegessen hat, ist nicht überliefert. Ob die kleinen Zitrusfrüchte ihren Namen von dem hohen chinesischen Staatsbeamten haben, ist ebenfalls nur der Legende entlehnt. Fakt jedoch ist, dass die Mandarine nicht nur eine zu klein geratene Orange ist. Zwar waren die für den menschlichen Organismus wichtigen Inhaltsstoffe im 12. Jahrhundert vor Christus noch nicht namentlich bekannt, doch um den positiven Effekt der Bestandteile auf die Gesundheit wussten die Gelehrten dieser Zeit schon. Erst im Jahr 1805 kam die Mandarine nach Europa.
Natürlich soll die Mandarine in erster Linie gut schmecken, aber neben dem Geschmack sind es die bereits erwähnten Inhaltsstoffe, die unser Körper zum Funktionieren braucht:
Info: 100g Mandarine enthalten fast 90g Wasser und nur 0,3g Fett. Wichtig für den menschlichen Organismus sind Stoffe wie Kalium. Das mit zirka 210mg pro 100g enthaltene chemische Element ist unter anderem für die "Elektrik" in den Körperzellen verantwortlich, reguliert das Zellwachstum, ist für den Blutdruck zuständig und einiges mehr. Fazit: Kalium ist sehr wichtig.
Aber auch das Element Kalzium ist mit 33mg pro 100g im Fruchtfleisch der Mandarine vertreten. Das kennen die meisten, denn Kalzium ist gut für den Knochenbau.
Magnesium gehört wie Kalzium zu den essentiellen Stoffen und ist ein unentbehrliches Element für die meisten Organismen. Magnesiummangel führ beim Menschen unter anderem zu Müdigkeit und schneller Erschöpfung. 100g Mandarine liefern zwar nur zirka 11mg Magnesium, was in etwa 4% des Tagesbedarfes beim Menschen entspricht, aber von Mandarinen kann man durchaus mehr als 100g essen, den Mandarinen machen definitiv nicht dick.
Das Vitamin C ist mit 30mg gegenüber der roten Paprika mit bis zu 400mg pro 100g Fruchtfleisch in ausreichender Form vorhanden. Zum Vergleich: Das Fruchtfleisch von frischen Hagebutten ganz im Extremfall bis zu 1500mg Vitamin C pro 100g enthalten, die Acerolakirsche sogar 3000mg.
Wer sich gesund ernähren will weiß, nur die geeignete Mischung ist gut für eine ausgewogene Zufuhr aller für den menschlichen Organismus wichtigen Stoffe. Zitrusfrüchte und somit auch die Mandarine gehören da selbstverständlich mit dazu.
Experiment: Hierzu benötigt man eine brennende Kerze und ein größeres Stück Mandarinenschale. Die Schale der Mandarine wird mit der orangenen Außenseite möglichst nah an die Flamme der Kerze gehalten und dann leicht gedrückt. Ein leuchtendes Mini-Feuerwerk kommt zum Vorschein.
Erklärung: Die Schale der Mandarine enthält wie alle Zitrusfrüchte brennbare ätherische Öle, die beim drücken der Schale versprüht werden.
Wissenswert: Zur Herstellung von einem Liter ätherisches Öle benötigt man ungefähr 50 bis 60 kg an Schalen der Mandarine. Ätherische Öle werden in den Öldrüsen von Pflanzen gebildet und in deren Zellgewebe gespeichert. Durch Kaltpressung kann das ätherische Öl von Zitrusfrüchten gewonnen werden, bei anderen Pflanzen ist die Wasserdampfdestillation gebräuchlich.
Ein wesentlicher Effekt der ätherischen Öle beruht auf deren relativ kleinen Molekularstruktur. Dank der verhältnismäßig geringen Größe von Molekülen ätherischer Öle können diese sehr leicht über die Schleimhäute in den Organismus gelangen. Die meisten Menschen erkennen schnell den Duft von Zitrusfrüchten, der als frisch und meist angenehm empfunden wird. Diesen psychologischen Effekt macht sich zum Beispiel die Aromatherapie zu Nutze. |
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| Helix promatia - Vom Schneckentempo zum Superkleber |
Es ist wohl nur ein äußerst zarte Windhauch, den Helix promatia alias Weinbergschnecke erzeugen kann, wenn das gerade mal 10 Zentimeter große Tier mit einer mittleren Geschwindigkeit von rund 0,0025 bis 0,0045 kmh vorüber kriecht. Rein technisch sind Schnecken immer gut zu Fuß, den allein am eigenen Körpermaß gemessen ist die "Schuh" einer Schnecke um Lichtjahre besser als jeder Super-Breitreifen der Autoindustrie. Nicht klebt idealer auf allen möglichen Flächen, überwindet jede Steigung mühelos und lässt Weinbergschnecken sogar über spitze und scharfe Gegenstände wie Glasscherben oder Rasierklingen klettern, ohne einen Platten zu bekommen.
Durch eine wellenförmige Bewegung ihres muskulösen Fußes unter gleichzeitiger Absonderung von Schleim als Gleitmittel schiebt sich die Schnecke rutschend auf einem Schleimfilm vorwärts. Dabei dient der Schneckenschleim gleichzeitig auch als Haft- und Klebemittel.
Der Adhäsions- oder auch Anhangskraft genannte Effekt lässt Schnecken bei Bedarf sogar auf hohe Gegenstände klettern, was allerdings einen Moment dauert, den die Klebekraft ist um ein Vielfaches höher als die relative Geschwindigkeit.
Obwohl der Mensch im allgemeinen Wettstreit der Evolution zumindest das am weitesten entwickelte Gehirn unter den Lebewesen nachweisen kann, spielt er in der Welt der Superlativen und Rekorde unter allen Lebewesen keine nennenswerte Rolle. Wer kann am schnellsten rennen, am weitesten springen oder mit einem Luftholen am längsten oder tiefsten tauchen? Auf dem Siegertreppchen der Wettbewerbe mit Rekorden aus dem Reich der Lebewesen ist alles Mögliche zu finden, nur eben keine Menschen. Wer also Sprüche wie "Du bist ja lahm wie eine Schnecke" klopft, sollte sich beim Betrachten der Fähigkeit von Helix promatia fragen, ob das Schneckentempo für eine Schnecke von Bedeutung ist oder ob es nützlicher sein kann, vor dem Regen oder jagenden Vögeln geschützt, sich stundenlang an einen Pfosten hinter der Gartentür kleben zu können.
Es ist für Menschen in einer immer hektischer werdenden Zeit wohl wesentlich schwerer, mal den Fuß vom Gaspedal zu nehmen und sich auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu konzentrieren, als den zahlreichen Beispielen der Natur zu folgen, in der sich im wesentlichen alles auf das Wesentliche beschränkt. Nichts wird unnütz verschwendet oder dient keinem lebensnotwendigen Zweck. Wer im Tierreich gut klettern kann, der braucht das auch und wer besonders schnell sein muß, der ist das auch. Kein Tier klettert höher oder bewegt sich schneller, als es muss. Alles hat einen Sinn und vor allem eine Notwendigkeit. |
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| Mehr als nur ein extragroßes Süßgras - Der Mais |
Er ist in seiner ursprünglichen Herkunft Mexikaner, enthält wichtige Bestandteile wie Mineralstoffe und Vitamine ist vom Speiseplan in einigen Ländern nicht wegzudenken. Ob trocken gemahlen und als Fladenbrot gebacken oder frisch vom Kolben geknabbert. Der Mais ist so universell verwendbar wie seine wichtigen Inhaltsstoffe. In unseren Breitengraden ist das bis zu 3 Meter hohe Süßgras nicht ganz so häufig anzutreffen wie auf weiten Feldern in den USA, China, oder Brasilien. Vorwiegend als Futterpflanze benutzt, hat der Mais als Nahrung in Lateinamerika und Afrika eine weitaus größere Bedeutung als in Europa. Durch seinen charakteristischen Geschmack findet der Mais unter anderem Verwendung in Salaten.
Der Mais mag es zum Wachsen warm, was seine lateinamerikanische Herkunft sicherlich verrät. Aber bei den entsprechend Temperaturen und günstiger Lage für den Anbau wachsen die kleinen gelben Körner gut verpackt zu bis zu 20cm langen Fruchtständen heran. Es gibt verschiedene Sorten und die sicherlich beliebteste Verwendung für die getrockneten Körner ist das Herstellen von Popkorn.
Der Trick beim Popkorn basiert übrigens aus der Tatsache von verschiedenen Maissorten. Der Mais für den Popkorn hat eine besonders harte Schale und einen erhöhten Wassergehalt in der Masse. So baut sich vereinfacht gesehen beim Erhitzen des Maiskorns ein sehr hoher Druck, erzeugt durch das Wasser im inneren des Korns auf. Das explosionsartige Aufplatzen der Schale erzeugt dann die im Kino so beliebte Leckerei. Mit Zucker versehen, hat der ballaststoffreiche frische Knabberspaß eine große Fangemeinde. Das eigentliche Popkorn ist als kleiner Snack durchaus als unbedenklich zu bezeichnen. 100 Gramm Popkorn haben einen Energiewert von rund 1,600 kJ / 380 kcal. Mit Zucker oder sogar karamellisiert (Zuckerüberzug) vervielfacht sich der Energiewert allerdings erheblich.
Weizen, Roggen sind übrigens auch Süßgräser. Der Mais ist also nur ein etwas größeres Exemplar dierser Pflanzenfamilie und erreicht seine Dimensionen ganz ohne Gen-Manipulation. Gentechnisch veränderter Mais in Lebensmitteln muss in der EU auf Lebensmitteln kenntlich gemacht werden. |
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| Von Feuerschüpplingen und Klebrigen Hörnlingen |
Es wird vermutet, dass Pilze seit mehr als 850 Millionen Jahre existieren (Menschen seit gerade mal rund 200.000 Jahren). Das ist natürlich eine Menge Zeit, eine unglaubliche Vielzahl an Formen und Farben zu entwickeln, die nicht nur heutige Pilzsammler faszinieren. Allein der vorsichtige Versuch, einen kleinen Überblick über die geheimnisvolle Welt der eukaryotische Lebewesen mit dem lateinischen Namen Fungi zu bekommen, die biologisch weder Tier noch Pflanze sind, lässt schnell die phantastische Vielfalt erkennen, die sich im für menschliche Blicke nicht selten im Verborgenen abspielt.
Zwar lässt sich im althochdeutschen "buliz" der Begriff Pilz erkennen, aber wer bei dieser Bezeichnung an schmackhafte Waldbewohner denkt, kennt gerade mal das Erscheinungsbild, was genau genommen nicht einmal der eigentliche Pilz ist. Selbiger befindet sich bei den meisten Waldpilzen unter der Erde oder im Holz von Bäumen und zeigt sich dem Menschen nur durch seine Fruchtkörper. Diese können bei entsprechender Kenntnis dann gesammelt und als Speisepilz verwendet werden.
Bekannt sind heute ungefähr 100.000 Pilzarten. Dass es allerdings weitaus mehr gibt, ist wahrscheinlich und lässt sich allein beim Betrachten der Systematik der Pilze erahnen. Wer da also meint, dass es Pilze nur im Wald gibt, wird beim genauen Hinsehen schnell erkennen, dass die Systematik Pilz nicht ohne Grund neben den Tieren und Pflanzen eine eigenständiges Reich ist.
► Calocera viscosa - Der Klebrige Hörnling |
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| Das geheimissvolle Reich der Pilze |
Kinder kennen sie aus alten Geschichten. Kaum ein richtiger Märchenwald kommt ohne sie aus. Riesige Fliegenpilze gehören zur Grundausstattung im Reich der "Baba Jaga" und auch bei "Hänsel und Gretl" sind die rotzbemützen Vertreter der Ordnung Blätterpilze mindestens in dreifacher Größe anzutreffen als im Original. In Selbigem sind "Amanita muscaria var. muscaria" mit einer Hutbreite bis zu 18cm und einer Stiellänge von bis zu 20cm nicht unbedingt klein.
Der Pilz mit dem roten Hut und den markanten weißesn Tupfen hat seit jeher die Phantasie nicht nur der Märchenerzähler beflügelt. Allein sein typisches Aussehen hebt ihn vom allgemeinen Braun des Waldboden gut ab...
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